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| Heute möchte ich einmal für
eine Hühnerrasse eine Lanze brechen, die es
verdient, in weitesten Kreisen Verbreitung zu
finden, nämlich die Holländer Weißhauben. Gerade
über dieses Huhn werden in Bezug auf Leistungen in
Züchter- und Nichtzüchterkreisen Ansichten geäußert,
die weit von der Wirklichkeit entfernt sind. Die
meisten Leute glauben, weil diese Tierchen, gut
gepflegt, einen herrlichen Anblick bieten, können
sie keine Eier legen. Das muß ich regelmäßig hören,
wenn Leute an meinem kleinen Grundstück vorübergehen
und mich darüber befragen. Gerade das Gegenteil ist
der Fall! Ich züchte seit fünf Jahren Holländer
Weißhauben und habe damit immer gute Erfolge
erzielt. Im Jahre 1928 hatte ich von 5 Junghennen
einen Eierdurchschnitt von 164 Stück, die
schlechteste Henne legte 155, die beste 174 Eier.
das Jahr 1929 mit seinem strengen Winter - meine
Tiere mußten 13 Wochen in einem lichtarmen Raum
verbringen, ohne auch nur einmal an die frische Luft
zu kommen - erbrachte mir allerdings nur einen
Durchschnitt von 135 Eiern.
In diesem Jahr habe ich 6 Junghennen, die im Juni geschlüpft sind. Sie begannen zum Teil schon Anfang Januar mit Legen und ich erzielte von Ihnen bis 15. März 168 Eier. zwar sind sie nicht übermäßig groß. Wenn ich sie mit meinen Welsumern vergleiche, große braunschalige Eier, über 70 Gramm schwer, so können sie mit diesen natürlich nicht konkurrieren. Immerhin sind die Eier bis 55 Gramm schwer, von 2 - 3 jährigen Hennen bis zu 60 Gramm und darüber. Vor allen Dingen ist zu beachten, da sie es auch an den nötigen, teuren Wintereiern nicht fehlen lassen, und kalte Wintertrage können Einfluß auf die Legetätigkeit haben. Obwohl in meinem Stall schon mehrmals 10° unter Null waren, blieb die Legetätigkeit immer dieselbe. Und noch eins, diese Tiere sind äußerst zutraulich und geben sich mit dem kleinsten Raume zufrieden, eigenen sich also ganz besonders für Hühnerhaltungen mit beschränktem Auslauf. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, dieser schönen und nützlichen Rasse die gebührende Beachtung zuteil werden lassen. Fritz Müller, Freiberg (Sa.)
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