Der SV zu Besuch in Warschau

 

Nationale Rassegeflügelschau in Warschau

 Vom 13. bis 16. Januar weilte ich auf Einladung unseres Mitgliedes Stanislaw Roszkowski als Preisrichter zur polnischen „Nationalen“ und bin mit vielen positiven Eindrücken zurückgekehrt.

Mich erwartete nach ca. einstündigem Flug eine Gastfreundschaft, wie sie hier schon aus Kostengründen, nicht umzusetzen wäre. Ich war als Deutscher nicht allein, da außerdem Wilfried Detering und Michael Kahre verpflichtet waren und der Internationale Kurzenclub hatte von Deutschland einen Bus voller Tiere und Züchter organisiert, sowie der polnische Schautaubenclub hatte ebenfalls zwei deutsche Preisrichter verpflichtet. Dadurch gab es viel Gesprächsstoff in unserer Sprache und für den Rest standen jederzeit Dolmetscher bereit und sorgten für unkomplizierte Verständigung.

Die Ausstellung war in einer großzügigen Halle und hatte neben 5000 Tauben, ca. 150 Rassekaninchen, Meerschweinchen und 800 Hühner. Dabei kann man dies nicht mit unseren Maßstäben vergleichen. Teilweise waren bis zu drei Hühner in einem Käfig und auch wenn diese einer Rasse zugeordnet werden konnten und durchaus gepflegt waren, so wird auf die Rassemerkmale recht wenig Wert gelegt.

Anders die Abteilung der Zwerg Haubenhühner, wovon ich 90 Zwerg Holländer Haubenhühner Weißhauben bewerten durfte. Diese Rasse hat in Polen, ähnlich wie Holland eine eigene Rassebezeichnung und wird unter polnische Haubenhühner geführt.

Die Kollektion war durchweg sehr gepflegt, aber nicht geputzt, so dass viel Fantasie dazu gehörte, um die besten Tiere auszusuchen. Von allen Farbenschlägen der Weißhauben standen mehrere Tiere in beiden Geschlechtern und darüber hinaus gab es rote, blau- weißgescheckt, schokoladenbraun – weißgescheckt, khaki – weißgescheckt und schokoladenbraungesperberte Tiere zu sehen, welche teilweise in einer Neuzüchtungsklasse und teilweise in der normalen Bewertungsklasse standen. Weiterhin waren einige Zwerg Paduaner und Seidenhühner ausgestellt.

Unseren polnischen Zuchtfreunden kann ich bescheinigen, dass die ausgestellten Tiere eine Werbung für die Rasse waren und genügend gute Tiere für den weiteren Aufbau der Zwerg Haubenhuhnzucht in Polen darstellten. 

 

Frank Peschke 

und in der Schweiz

 

 

HSS in der Schweiz am 21.01.2011

 

Der Club der Seidenhuhnzüchter der Schweiz wurde im Jahre 1984 gegründet. Im Jahr 1991 schlossen sich die Züchter der Haubenhühner und deren Zwerge an. Zweck des Clubs ist eine umfassende Betreuung und Förderung der Seiden- und Haubenhühner gemäß dem Europäischen Standart unter Berücksichtigung des Tierschutzes. Die Weiterbildung der Mitglieder wird stark gefördert und das Ziel, in Europa Tiere mit gleichem Zuchtstand zu züchten, wird hartnäckig verfolgt. So war es nicht verwunderlich, dass irgendwann im Hebst des vergangenem Jahres  der Präsident des SV der Seiden- und Haubenhühnerclubs und deren Zwerge, Heinz Mathys, aus der Schweiz anrief und fragte, ob ich nicht zur HSS in die Schweiz kommen wolle um dort die Vollhaubenhühner zu bewerten. Nach einem kurzen Gespräch sagte ich erfreut und geehrt zu. Ebenfalls waren die Sonderrichter Friedel Schwager, Thomas Ruth und Lothar Fucker verpflichtet. Untergebracht wurden die SR bei den Züchtern Danni Hinnen sowie Brigitta und Ernst Bieri. An dieser Stelle noch einen Dank für die Unterbringung und Verpflegung. Ein äußerst kameradschaftlicher Umgang unter den SR, bei uns sind es bei den Großen und Zwergen bekanntlich noch zwei Sondervereine, brachte bei der Bewertung eine Menge Spaß und es wurde rege über den Zuchtstand in Deutschland und der Schweiz diskutiert. Festgestellt wurde, das die Qualität der Tiere gar nicht so weit aus einander liegen. Natürlich war für uns zu bedenken, dass es für die Freunde aus der Schweiz fast unmöglich ist, Tiere ein zu führen, um frisches Blut zu bekommen. Die Schau fand, vom 14.- 16.01.2011, angeschlossen an die Ausstellung des Talschaftsverbandes Gislifluh in Au- Veltheim in Korporation mit den SV der Brahma und der Chabos statt. Über 300 Tiere präsentierten sich in ausgezeichneter Verfassung, trotz des für uns doch recht späten Termins. Ein für Deutsche Preisrichter ungewöhnliche Bewertung wartete auf uns. Bewertet wurden die Tiere als Stamm, aber nicht wie wir es gewohnt sind, sondern jedes Tier wurde einzeln bewertet, und die Punktzahl der drei Tiere zusammen gezählt, durch drei geteilt und die Durchschnittsnote errechnet. Nach dieser errechneten Punktzahl stand die Punktzahl des Stammes fest. Auch Höchstnoten wurden auf Einzeltiere vergeben, diese errangen: H.U. Zandth, Paduaner, schwarz  M. Burke, Holländer Weißhauben, gesperbert, H. Frei, Houdan Schwarz weiß gescheckt, W. Weißkopf, Zw. Paduaner, schwarz H. Mathys, Zw Holl. Haubenhühner, Blau, M. Grüter, Zw Seidenhühner, silberwildfarbig. Best in Show: H. Frei, Houdan. Klubsieger wurde Charlotte Gautschi auf Seidenhühner, gesperbert.

© Copyright & Design liegt beim Sonderverein der Züchter der Seidenhühner und Zwerghaubenhühner